Samuel Delrue - Gründer FirstChojce

Vom Dunkel ins Licht - Mein Weg zu Jesus

Meine Geschichte ist von vielen Erlebnissen und Details geprägt, die ich hier nur sehr komprimiert wiedergeben kann. Was du hier liest ist eine Zusammenfassung aus knapp 30 Jahren meines Lebens.

Ich wurde 1991 im Rhein-Main-Gebiet geboren und wuchs in einer streng religiösen Familie der Zeugen Jehovas auf. Schon als Kind fühlte ich jedoch, dass ich dort nicht hineinpasse. Der soziale Druck, die Angst vor Ausschluss und das Gefühl, nie genug zu sein, prägten meine Kindheit. Sehr früh wurde ich zum „schwarzen Schaf“ – und suchte mir meinen eigenen Weg.

Mit 12 begann der Kontakt zu meiner Familie zu zerbröckeln. Ich rutschte immer tiefer in Kriminalität hinein, fand meine „Familie“ auf der Straße und lebte ein Leben zwischen Diebstahl, Einbrüchen, Gewalt und Anzeige nach Anzeige. Mit 19 landete ich im Gefängnis – und kam danach noch härter, kälter und orientierungsloser heraus als zuvor.

Ich suchte Antworten – in Drogen, im Nachtleben, im Status, in der Szene, aber auch im Wissen. Ich verschlang Bücher über Naturwissenschaften, Mythologien, Spiritualität und Okkultismus. Während ich nach außen der harte Junge blieb, war ich innerlich ein junger Mann, der etwas suchte, das er nicht benennen konnte.

Mit den Jahren wurde mein Umfeld fast ausschließlich spirituell und okkult geprägt. Paranormale Erfahrungen gehörten plötzlich zu meinem Alltag. Ich dachte, ich hätte „höheres Wissen“ – merkte aber nicht, wie ich mich immer tiefer in ein Netzwerk aus Lügen und Dunkelheit verstrickte. Ich wusste, da ist eine unsichtbare Welt. Aber ich verstand nicht, wer dahinter stand.

Bis zu dem Tag, an dem ich – in einer Nacht voller Angst, Druck und Verzweiflung – glaubte, meine Seele verkaufen zu müssen. In dieser Nacht begann ein geistlicher Albtraum, der mich schließlich in die geschlossene Psychiatrie brachte. Ärzte konnten mir nicht helfen. Medikamente halfen nicht. Ich wusste genau: Das hier war keine Krankheit. Das war Besessenheit.

Am tiefsten Punkt – kurz bevor ich mein Leben beenden wollte – klingelte mein Handy. Eine Nummer, die ich nicht kannte. Als ich zurückrief, meldete sich ein Freund aus meiner Kindheit. Wir hatten sieben Jahre keinen Kontakt gehabt. An diesem Morgen, sagte er, hatte er plötzlich den Drang, mir von Jesus zu erzählen.

Wir trafen uns, gingen spazieren, redeten. Und je mehr er von Jesus sprach, desto mehr spürte ich etwas, das ich in meinem Leben noch nie gefühlt hatte: Frieden. Als würde mich jemand umarmen, den ich nie gesehen und doch immer gekannt hatte.

Am Abend saßen wir im Auto. Er zitierte mir Worte aus der Bibel. Und in diesem Moment passierte etwas, das mein Leben für immer verändern sollte: Ich spürte Jesus. Ich spürte den Heiligen Geist. Es war wie eine Welle von Liebe, Frieden und Reinheit, die alles Dunkle in mir zum Schweigen brachte. Kein Rausch dieser Welt kommt auch nur annähernd daran heran.

Ich wusste: Jesus ist real. Und er ist stärker als alles, was mich gefangen hielt.

In den Monaten danach kämpfte ich weiter – spirituelle Angriffe, Angst, Bedrohungen. Doch etwas in mir hatte sich verändert. Ich begann zu beten. Ich hörte das Johannesevangelium zum Einschlafen. Mein Freund betete für mich in meiner Wohnung – und der Frieden kehrte zurück.

Doch ich stand vor einer Entscheidung:
Will ich mein altes Leben zurück – oder Jesus?

Ich betete. Und Jesus zeigte mir in einem Traum mein ganzes Leben: den alten Weg, der ins Verderben führt, und den neuen Weg, den ich mit ihm gehen sollte. Szene für Szene wurde später Realität.

Schließlich traf ich die Entscheidung: Ich lasse mich taufen.

Ich wusste, dass sich dadurch vieles gegen mich stellen würde – und genau so kam es. Doch Jesus sagte mir an jenem Abend nur zwei Worte, die alles veränderten:

„Vertrau mir.“

Im Hallenbad wurde ich getauft – im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Als ich aus dem Wasser kam, war es still.
Frieden.
Liebe.
Schutz.
Ich war frei!

Von diesem Tag an veränderte Jesus Schritt für Schritt alles. Die Angst wich. Der Druck wich. Der geistliche Terror verlor seine Macht. Ich fand eine christliche Gemeinde, in der ich angenommen und geliebt wurde – nicht für meine Vergangenheit, sondern für das, was Gott aus mir machen wollte.

Heute trage ich einen Frieden in mir, den ich mein ganzes Leben lang gesucht habe.
Nicht verdient, nicht erarbeitet – einfach durch Gnade.

Ohne Jesus wäre ich heute tot.
Mit Jesus habe ich ein neues Leben, eine neue Identität und eine neue Bestimmung.

Preis den Herrn – für seine Treue, seine Geduld und seine Liebe.